Wildwochen – aus heimischen Wäldern

Wer gerne gut isst, erfährt dabei meistens auch eine Menge über die ganze Welt. Ganz nebenbei. Eine gute Gelegenheit dafür bietet sich jetzt beim Grosch. Da gibt es im Oktober die Wildwochen mit allerlei Leckereien aus heimischen Wäldern. Zum Beispiel die spektakuläre Hirschroulade, standesgemäß mit Preiselbeeren, Blaukraut und hausgemachten Klößen.

Wussten Sie zum Beispiel, dass es rund 45 Arten von Hirschen gibt, zu denen neben den Rot- und Damhirschen auch die prominenten Rentiere, Elche und Rehe zählen (genau, das Reh ist nicht etwa der weibliche Hirsch, sondern eine eigene Art)? Und dass es Hirsche nicht nur in Europa und Nordamerika, sondern auch in Neuguinea und auf einigen karibischen Inseln gibt? Mit der Region rund um die Sahara haben es Hirsche dagegen gar nicht, obwohl der Begriff „Platzhirsch“ und die namensgebende Vorliebe der Hirschmännchen für Harems eher das Gegenteil vermuten ließen.

Warum Hirsche schon seit Jahrtausenden gerne gejagt und bisweilen vergöttert werden, darauf haben wir schnell die richtige Antwort. Sie schmecken einfach fantastisch. Beim Grosch gipfelt diese Tatsache in den Wildwochen, die dem verwöhnten Gaumen einzigartige Genüsse aus heimischen Wäldern bescheren. Zum Beispiel beim Rehkeulenbraten „Baden-Baden“ mit Preiselbeer-Birne, Blaukraut und hausgemachten Klößen. Oder dem fränkischen Rehgulasch in Preiselbeer-Wacholderrahm mit Sahnehaube und Preiselbeeren, dazu natürlich auch hausgemachte Klöße aus Kartoffeln von heimischen Feldern.

Was wären die Wildwochen ohne einen leckeren Wildschweinbraten? Sie wären ebenso wenig komplett wie ohne kurzgebratene Alternative, der man beim Grosch in diesem Jahr mit dem Wildschwein-Burger die Krone aufsetzt: Er kommt mit Preiselbeer-Mayonnaise, Limburger, Kürbis-Chutney, Röstzwiebeln und Süßkartoffel-Pommes auf den Tisch. Ebenfalls kurz gebraten aber nicht minder lecker sind Bratwürste vom Wildschwein auf Rahmwirsing mit Dampfkartoffeln, die, zubereitet wie Coburger und anzusehen wie Thüringer, mit ihrem eigenen, edlen Geschmack eben doch Rödentaler Grosch-Bratwürste sind.

Wer es nicht wild genug haben kann, stellt sich am besten ein Wildmenü zusammen, zum Beispiel mit dem Hirschsauerbraten, Blaukraut und Klößen als Hauptgang, der Wildenten-Terrine mit Feldsalat an Preiselbeer-Vinaigrette und gerösteten Brotwürfeln vorneweg und dem Wildcremesüppchen als Zwischengang.