Premiere beim fränkisch-britischen Bierkulinarium: Drei Biersommeliers und eine Bier-Botschafterin führten durch den Abend

Nächstes internationales Bierkulinarium: Freitag, 25. Januar 2019

Dass es einem Heimspiel in der Champions League der Bierspezialitäten gleichkommt, wenn Kerstin und Christof Pilarzyk zum Bierkulinarium laden, hat sich inzwischen nicht nur Insidern herumgesprochen. Dass sie von Abend zu Abend immer noch etwas mehr zu bieten haben auch. Diesmal wurde der ohnehin spannende Anschauungsunterricht über Gebräuche und Geschmäcker in anderen Ländern bereichert durch die geballte Bierkompetenz von drei Biersommeliers und einer Bierbotschafterin. Frisch gekürt zum Diplom-Biersommelier zeigte Junior Joshua Pilarzyk, dass er mit seinen 18 Jahren eine Menge von internationalen Spezialitäten aus Hopfen und Malz versteht. Nicht weniger übrigens als Halbschwester Paulina, die als Bierbotschafterin mit urban-cosmopolitischem Auftritt und feinstem Geschmackssinn das Publikum zum Probieren und Studieren animierte.

Den durchaus angemessenen Anlass boten britische Bierspezialitäten im delikaten Vergleich zu fränkischen Grosch-Originalen. Und so geriet das schmackhafte, unterhaltsame Training für die Sinne bei fünf fränkisch-britisch inszenierten Gängen und zehn verschiedenen Biersorten samt Fingerfood vorneweg zu einer spannenden Reise durch Gebräuche und Geschmäcker der Brauer auf der grünen Insel. Letztere fallen ja bekanntlich immer etwas aus dem Rahmen. Sichtbar durch ein Motörhead-Etikett auf einem Pale Ale zum Beispiel.

Britische Gaumenfreuden, fränkisch fein interpretiert

Wer die Grosch-Bierkulinarien kennt, weiß bereits, dass die internationalen Braukunst-Battles immer auch eine willkommene Gelegenheit für die Küche sind, den weithin geliebten oberfränkischen Kochstil mit einem schelmischen Blick über den Tellerrand zu wahrhaft kosmopolitischen Gaumenfreuden zu verbinden. Und so kamen auch beim September-Bierkulinarium mit britisch-fränkischen Genüssen echte Genuss-Hybriden auf den Tisch.

Marinierte Garnele und rosa gebratene Entenbrust auf Waldorfsalat sowie fränkisches Vitello Tonnato mit Feldsalat etwa. Und

Gulasch vom Schaf mit zweierlei Karottengemüse und Yorkshire-Pudding als Hommage an die Eigenart der Briten, Hauptgang und Nachtisch zu einer Einheit zu verschmelzen. Fish and Chips? Natürlich! Mit Essig und Sour Cream und Pommes, wie man sie nur beim Grosch geboten bekommt. Der Nachtisch zeigte sich ganz von seiner Schokoladenseite: Früchte im Teegelee mit hausgemachtem Schokoladenkuchen gerieten im Zusammenspiel mit Samuel Smith’s Organic Chocolate Stout zum krönenden Abschluss.