Schneller als der Herbst: Der neue Bock ist angestochen!

Normalerweise ist der neue Bock ja die Antwort auf herbstliche oder gar frühwinterliche Temperaturen. Und die soll er ja versüßen oder vielleicht sogar vergessen machen. Doch dieses und auch schon das letzte Jahr gibt es keinen Zweifel mehr: Der Bock kümmert sich ums Wetter nicht. Er überzeugt dafür einfach durch seinen sensationellen Geschmack, den man eben nur in der kalten Jahreszeit erleben kann.

Und weil sich das offensichtlich bereits herumgesprochen hat, waren auch bein unserem diesjährigen, spätsommerlichen Bockbieranstich schon zum offiziellen Beginn so viele Besucher im Grosch-Bierhof, dass sich von sämtlichen Stehtischen rund um das sagenumwobene erste Fass sehnsüchtige Blicke auf dieses und große Erwartungen auf Bürgermeister Marco Steiner richteten. Prompt brachte der pünktlich um kurz nach Sechs mit zwei Schlägen den köstlichen Trunk zum Laufen und Freudestrahlen auf die Gesichter der vielen Gäste.

Jeder Schluck der bernsteinfarbenen Spezialität mit um die sieben Prozent Alkohol ist eine wahre Offenbarung. Das magisch leuchtende, bernstein-kupferfarbenes Starkbier mit feinperliger Kohlensäure und sahnigem Schaum bietet heuer etwas weniger süßliche, dafür mehr feinherbe Aromen von Karamell-Bonbon und Nuancen einer frisch gemähten Blumenwiese. Sein vollmundiger Geschmack hält bis in den hopfenbetonten Abgang an und entfaltet ein angenehmes Wärmegefühl. Der ideale Begleiter zur fränkischen Küche und zu einem schokoladigen Dessert. Und natürlich auch zu echt oberfränkischen Grosch-Brotzeiten wie Hackfleischsemmeln, Käse-Laugenstangen und Leberkäs, die zum Bockbieranstich gehören wie der Deckel auf den Topf.

Übrigens war es auch diesmal eine schöne Erfahrung, dass man beim Bockbieranstich eine Menge Leute trifft, die man lange nicht gesehen hat und einfach gerne wieder trifft. Der Bierhof vom Grosch ist dann auch ein Lieblingsort für die Prominenz, für Sportler und viele Originale, die ihren unterhaltsamen Beitrag zur großen Sause leisten. Für heimelige Volfsfeststimmung mit augenzwinkernden Interpretationen der bekanntesten Partykracher sorgte – wie sollte es anders sein – der Musikverein Rödental. Applaus garantiert.