Zeig-Dich-Tour: Schnupperkurs für künftige Hotelfachleute

Sieben junge Leute machten bei der diesjährigen Zeig-Dich-Tour Station beim Grosch und nutzten die Gelegenheit, in den Ausbildungsberuf Hotelfachfrau/mann hineinzuschnuppern. Über das Sammeln von Informationen hinaus machten die Mädchen auch Bekanntschaft mit alltäglichen Tätigkeiten in Hotellerie und Gastronomie und probierten sich unter fachkundiger Anleitung von Grosch-Chefin Kerstin Pilarzyk beim Einschenken und Falten von Servietten aus.

„Das ist ohne Zweifel der schönste Beruf der Welt!“ sagt die Grosch-Chefin über ihren Alltag im Rödentaler Traditionsgasthof, zu dem auch Hotel und eigene Brauerei gehören. Kerstin Pilarzyk hat dabei mehr Erfahrung auf ihrer Seite als so manch anderer in der Hotellerie und Gastronomie. Seit Jahren ist sie Mitglied im Berufsbildungsausschuss und Ausbildungsbotschafterin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bayern), außerdem Vorstandsmitglied im regionalen Kreisverband. „Unser Lebensinhalt sind Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen, die bei uns feiern oder tagen, die eine Auszeit vom Alltag genießen oder wichtige Treffen abhalten.“ Das macht, so Kerstin Pilarzyk, die Berufe im Hotel- und Gaststättengewerbe so einzigartig. Viele Talente hätten dabei die Chance, Berufe zu erlernen, in den noch einmal viele Berufe steckten. „Es geht um Kochen, Servieren, Kalkulieren, vor allem aber um Kommunikation und Psychologie.“

Der Tourismus boomt, weltweit und auch in Deutschland. Dabei haben im Zeitalter der Globalisierung gerade Tradition, Heimat, Bodenständigkeit und ehrliche Gastfreundschaft wieder Konjunktur. „Gefragt sind familiäre Atmosphäre sowie frische, regionale und saisonale Spezialitäten auf der Speisekarte“, sagt Kerstin Pilarzyk. „Das ist unser Markenzeichen und die Gelegenheit für junge Leute, jetzt die Chance zu ergreifen“. Wer mindestens einen Hauptschulabschluss vorzuweisen hat, kann beim Grosch mit einer Ausbildung zum Koch oder zur Köchin, zur Hotelfachfrau oder zum Hotelfachmann und zur Fachkraft im Gastgewerbe einsteigen. „Jeder lernt nahe am Gast und profitiert von meinen Tätigkeiten im Verband“, so Kerstin Pilarzyk.

Wer sich für eine Ausbildung zum Koch oder zur Köchin entscheidet, braucht handwerkliches Geschick und Kreativität, eine gute körperliche Verfassung eine schnelle Auffassungsgabe und Teamfähigkeit. Wer das mitbringt, lernt in drei Jahren die ansprechende Zubereitung von Mahlzeiten mit moderner, professioneller Küchentechnik. Außerdem geht es um Produktpräsentation und Gästeberatung, um Ernährungsphysiologie und wirtschaftliche Gesichtspunkte. Die Aufstiegschancen sind, wie beschrieben, vielfältig und reichen bis zum Küchendirektor oder –meister. Die Fachkraft im Gastgewerbe lernt in zwei Jahren alles über Servieren, Anrichten, Herrichten von Gasträumen, Gästeempfang und Getränkeausschank. Auch hier gibt es zahlreiche Aufstiegsmöglichkeiten, eine einjährige Zusatzausbildung qualifiziert zum Restaurantfachmann/-frau, Hotelfachmann/-frau oder Fachmann/-frau für Systemgastronomie.

Hotelfachleute sind in allen Abteilungen eines Hotelbetriebes tätig. Sie arbeiten am Empfang, in der Reservierung, im Verkauf, im Service, im Wirtschaftsdienst (Etage) oder in der Veranstaltungsabteilung (Bankett). Sie planen und organisieren die wesentlichen Arbeitsabläufe im Hotel. Ausbildungsinhalt sind unter anderem Gästeempfang, Veranstaltungsplanung und –durchführung, außerdem geht es um Gästekorrespondenz, Marketing und Personaleinsatz. Nach dreijähriger Ausbildung haben Hotelfachleute beste Karrierechancen bis hin zum Abteilungsleiter, Hoteldirektor oder selbstständigen Unternehmer. Alle drei Ausbildungsberufe, die der Grosch anbietet, ebnen den Weg für Karrieren in der ganzen Welt. „Viele junge Leute sind vom Grosch aus nach Österreich, in die Schweiz oder nach Australien gestartet“, resümiert Kerstin Pilarzyk.