Historisches

Die Ursprünge

1425 wird zu Oßleyn erstmals die Schenkstatt erwähnt.
1451 erfolgt eine genaue Beschreibung als Besitz der Herren von Rosenau. “das Schlos Oßleyn zwen Hoven, eyn Schenkstat, eyn Smydtstat, eyn Mule und was sie da haben” an der alten Handelsstraße von Nürnberg nach Leipzig.
1492 wird die Schenkstatt mit dem Schank- und Braurecht ausgestattet.
1517 im Streit der Städte und der Ritterschaft wird das Recht – zu mulzen und zu brauen – festgelegt, auch für die Brauerei und Schenkstatt zu Oßleyn.
1597 kommt das Cammer Guth in den Besitz der Herzöge.
1684 und dann nochmals 1802 wird auf einem Plan vom Cammer Guth beim Übergang der Itz, die Schenkstatt ausdrücklich erwähnt (heute Brauerei und Gasthof Grosch).
1736 geht die Schenkstatt an den Herrn Georg Friedrich Bauersachs, der 1777 im Kirchenregister zu Einberg als Metzger und Wirth aufgeführt ist, in Privatbesitz über, mit den Auflagen, im Cammer Guth eine festgesetzte Menge Bier zu brauen, gegen eine Abgabe von 8 Ffrk. anstatt Keßelgeld und Tranksteuer, das gebraute Bier aber nicht Fass- sondern Maßweise zu verkaufen und auszuzäpfen, und nirgends anderswo als aus dem Cammer Guth Gebräu zu holen und in Oßleyn keine andere Schenkstatt zu errichten.
1810 stellt am 7. August stellt die Besitzerin Eva Catherina Bauersachs den Antrag bei der Herzoglichen Landesregierung, nicht nur die unter dem 10. April 1736 concedierten 6 Gebräu mehr im Cammer Guth aufzubrauen, sondern dass diese 6 Gebräu in ihrer eigenen Braupfanne abbrauen dürfe. Erst am 30. April 1820 wird es gestattet, anstatt 6 Gebräu deren 7 im eigenen Brauhaus zu brauen. Kurze Zeit später sucht der Besitzer Paul Bauersachs um vollkommene Aufhebung des Bierzwangs nach, welche ihm mit einem „vorbehaltlichen Vertrag” auch gestattet wird.
1852 fällt der Gasthof mit Brauerei durch Heirat und Erbe an Heinrich Grosch. Nach dessen Tod übernimmt Wilhelm Grosch bis 1912 die Geschäfte. Auf ihn folgt Hugo Grosch, der in zweiter Ehe mit der ebenfalls aus einem Gastronomiebetrieb stammenden Lina Griebel, geb. Fritz aus Einberg (Zum Weißen Hirsch) verheiratet ist. Deren Tochter Frida ehelicht 1933 Ernst Müller aus der Brauerei zum Stadtkeller in Sonneberg.

Die neuere Geschichte des Grosch

1957 übernehmen Ernst und Frida Müller eigenverantwortlich die Geschäfte, bis 1973 Klaus Müller, der Sohn, nach Umbau des Gasthofes in das Geschäft eintritt. Dieses wird nun in Vorerbfolge in Brauereigasthof und Fleischerei aufgeteilt. Die Fleischerei übernehmen Rainer und Monika Streng, die Schwester von Klaus Müller.
Seit 1. September 1992 steht die Tochter von Klaus und Traudl Müller, Kerstin, bereit, die Geschäfte im Sinne des Traditionsnamens Grosch weiterzuführen. Der Gasthof und die Brauerei Grosch sind da bereits in der sechsten Generation im Besitz der Familie Grosch/Müller.
1996 werden am 22. März der historische Dachstuhl und das Hotel durch einen Großbrand zerstört. Der Gasthof wird aber nach großen Anstrengungen zur Wiederherstellung bereits am 11. April 1996 wieder eröffnet.
2001 übernimmt am 1. April Kerstin Pilarzyk (geb. Müller) die Führung des Hauses Grosch. Jetzt stehen die Söhne Joshua und Jonah Pilarzyk in der siebten Generation in den Startlöchern bereit.