Helmut Vorndran bringt das Publikum zum Toben

Viele Gründe könnte sie haben, die unbeschreibliche Popularität des fränkischen Kultautors Helmut Vorndran. Zweifellos spielt das Lokalkolorit seiner vor heimischer Kulisse inszenierten Krimis eine wesentliche Rolle. Was aber noch viel wichtiger ist, davon konnten sich nun wieder die zahlreichen Gäste beim Grosch’n Roman überzeugen: Vorndrans einzigartiger, rabenschwarzer Humor. Im Wechsel mit vier leckeren Gängen aus der einfallsreichen Grosch-Küche geriet das „Best-Of“-Event zu einem rundum gelungenen Abend für Leib und Seele.

Eine Kurzgeschichten-Premiere, die es in sich hatte

Versprochen war eine Lesung, die in die tiefsten Tiefen der menschlichen  Seele entführt. Mit so einer Ankündigung tut sich Helmut Vorndran naturgemäß leicht, nimmt er doch in seinen Krimis immer wieder die Eigenarten und Geheimnisse seiner hauptsächlich oberfränkischen Protagonisten auf die Schippe. Diesmal aber gab es noch mehr, nämlich eine echte Premiere. Die politischen Erdbeben links und rechts der zivilisierten Welt hinterlassen auch auf Helmut Vorndrans Schreibtisch ihre Spuren und beflügelten den einstigen Kabarretisten zu einer Kurzgeschichte, die mal nicht in Oberfranken spielt, sich aber laut Vorndran „so oder so ähnlich“ in naher Zukunft auf der weltpolitischen Bühne zutragen könnte. Zuerst hören durften sie die Gäste beim Grosch, die aus dem Lachen gar nicht mehr herauskamen. Zuviel verraten sei hier über die Handlung nicht, aber es ging um Geschehnisse auf dem fertiggestellten Berliner Flughafen, eine dort „zufällig“ verunglückte Airforce One und eine deutsche Bundeskanzlerin, deren Wege wie so oft unergründlich sind. Unbedingt anhören!